Wie helfe ich meinem Partner, meiner Partnerin mit Rauchen aufzuhören?

10 Tipps

1. Überreden nützt nichts

Der Entschluss zum Rauchstopp muss von der rauchenden Person selber gefasst werden. Ein Partner kann dabei helfen, nicht aber den Rauchstopp erzwingen.

2. Wie kann die Unterstützung aussehen?

Welche Unterstützung jemand braucht, weiss die betreffende Person am besten selber. Gehen Sie also auf die Wünsche der Person ein. Geben Sie dem Partner die erforderliche Zeit und drängen Sie nicht.

3. Gefühle sind wichtig - Belohnungen erwünscht

Ihre Unterstützung muss gefühlvoll sein, Nörgeln oder Moralpredigen nützen nichts. Unterstützen Sie vor allem die Entschlossenheit und die Zielsetzung an sich. Eine Belohnung, ein kleines Geschenk oder eine Einladung zum Essen in ein Nichtraucherlokal werden sicher geschätzt. Der Verzicht aufs Rauchen soll ja nicht ein Verzicht auf ein genussvolles Leben sein.

4. Wie weit soll ich mein eigenes Leben ändern?

Überdenken Sie Ihr eigenes Konsumverhalten. Verzichten Sie auf den Kaffee, wenn Ihr Partner/Ihre Partnerin üblicherweise eine Zigarette zum Kaffee geraucht hat. Passen Sie generell Ihre Ernährungsgewohnheiten dem sich ändernden Stoffwechsel Ihres Partners an - Gemüse und Obst, wenig Fett und Zucker. Treiben Sie wieder gemeinsam Sport oder beginnen Sie zusammen eine neue Sportart.

5. Rauchende Umgebungen meiden

Besprechen Sie einen Rauchstopptermin mit Ihrem Partner und achten Sie darauf, dass kein Arbeitsstress vorhanden ist. Ferien können ein idealer Zeitpunkt sein.

6. Aufhören ist nicht leicht, erkennen Sie die Begleitsymptome

Zigaretten rauchen bedeutet in den meisten Fällen eine physische und psychische Abhängigkeit. Folgende Nebenwirkungen können während der ersten Entzugsphase auftreten:

    - Kopfschmerzen
    - Schlafstörungen
    - Konzentrationsschwächen
    - Schwindel
    - Müdigkeit
    - Nervosität und Reizbarkeit

Die Reaktionen verschwinden nach ein bis zwei Wochen. Überzeugen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin, dass dies wirklich nur ein vorübergehender Zustand ist. Zeigen Sie sich geduldig bei Reizbarkeit.

7. Achten Sie auf die Rückfallgefahr

Ehemalige Rauchende können Monate oder Jahre nach dem Rauchstopp wieder Lust auf eine Zigarette verspüren. Die einen können dann nur eine Zigarette rauchen, die anderen hingegen riskieren einen Rückfall. Die grösste Rückfallgefahr besteht innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Rauchstopp. In dieser Zeit sollte Ihr Partner wirklich die Hände vom Rauchen lassen.

8. Ihre Partnerin, Ihr Partner raucht wieder

Die wenigsten Menschen schaffen es, im ersten Anlauf mit Rauchen aufzuhören. Machen Sie keine Vorwürfe, wenn es nicht geklappt hat. Rückfällige Rauchende können aus ihrem Scheitern Lehren ziehen und es das nächste Mal besser machen. Der Versuch hat sich in jedem Fall gelohnt.

9. Kann ich helfen, wenn ich selber rauche?

Grundsätzlich ja. Doch das Vorhaben ist sicher schwieriger. Verzichten Sie auf jeden Fall in Anwesenheit Ihres Partners oder Ihrer Partnerin auf das Rauchen. Die gemeinsame Wohnung sollte rauchfrei werden.

10. Die Gewichtszunahme

Durch die Änderung des Stoffwechsels ist eine Gewichtszunahme nichts Aussergewöhnliches. Bei einer bewussteren Ernährung und einem in dieser Phase generell aufmerksameren Lebenswandel ist auch eine allfällige Gewichtszunahme meist eine vorübergehende Angelegenheit.