Rauchfreie Schule und Lehre

Ziele der schulischen Tabakprävention

Tabakprävention ist ein Teil von Schulgesundheit. Gesundheitsförderung und Suchtprävention leisten einen Beitrag, den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule professionell umzusetzen, denn Schulgesundheit und Lernen sind eng miteinander verknüpft.

Alle Angebote an Schulen erfolgen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Suchtpräventionsstellen im Kanton.

Eine rauchfreie Schulumgebung: Nichtrauchen als Norm stärken

Nichtrauchen ist für Primarschüler und Primarschülerinnen normal. Durch entsprechende Unterstützung soll diese Norm auch auf der Oberstufe erhalten bleiben. Eine rauchfreie Schulumgebung leistet hierbei einen entscheidenden Beitrag. Hilfen für den Weg zu einer rauchfreien Schule finden Sie in unserem Leitfaden für Lehrpersonen (PDF, 124 Seiten, 6MB).

Zum positiven Image des Nichtrauchens tragen zudem Anreize bei, wie etwa die Teilnahmen an Klassenwettbewerben wie dem Experiment Nichtrauchen.

Im Idealfall gelingt es so, den Einstieg ins Rauchen zu verhindern.

In der Lehre und der Berufsschule nimmt die Rauchrate zu. Es soll verhindert werden, dass Rauchen als vermeintliche Norm unter Erwachsenen gilt. Auch in der Welt der Erwachsenen raucht eine Mehrheit nicht.

Wo alle Beteiligten, also auch Kinder und Jugendliche, bei der Gestaltung des Schullebens einbezogen werden, entsteht ein positives Schulhausklima, das die Gesundheit und damit auch das Nichtrauchen von Heranwachsenden fördert.

Beim einzelnen den Einstieg verhindern oder aufschieben

In erster Linie geht es darum, den Einstieg ins Rauchen zu verhindern. Es gibt keinen unschädlichen Gebrauch von Tabakwaren. Wo der Einstieg nicht verhindert werden kann, geht es darum, den Beginn des Rauchens so weit wie möglich hinauszuzögern. Jugendliche, die bis 16 Jahre nicht rauchen, haben ein wesentlich geringeres Risiko, regelmässig Rauchende zu werden.

Je früher Jugendliche zudem die schädlichen Stoffe des Tabakrauchs einatmen, desto negativer wirken sich die Schadstoffe auf ihren Organismus aus. Je früher der Einstieg, desto schneller entsteht Abhängigkeit und desto schwieriger wird auch ein späterer Ausstieg aus dem Rauchen.

Es gibt viele und gute Hilfen für den Unterricht, um einerseits die Standfestigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken (Förderung von Sozialkompetenzen) und andererseits altersgemäss und sachlich, interaktiv statt belehrend, ein vertieftes Bewusstsein über die Risiken des Tabakkonsums und dessen Ursachen zu entwickeln.

Ausstieg ermöglichen

Über 50% der Jugendlichen geben an, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Viele Jugendliche erleben jedoch noch keine negativen Konsequenzen durch den Tabakkonsum und sind dementsprechend wenig motiviert, das Rauchen dann tatsächlich auch aufzugeben. Trotzdem gibt es auch unter den Schülerinnen und Schülern solche, die gerne wieder aussteigen möchten. Lehrpersonen sollten die Palette der Ausstiegshilfen für Jugendliche kennen und Schüler/innen, die aufhören wollen, die geeignete Empfehlung und nötige Unterstützung zukommen lassen.

Unsere Empfehlungen für den Tabakpräventionsunterricht finden Sie hier.