Die Lust am Laster

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Aufgabe, Ziel, Produkt Motive für die eigene ”Lust am Dunst” herausfinden (z. B. Kaschieren bestimmter negativer Gefühle oder Ängste, Integration in die Gruppe).
Sich über eigene Gefühle, persönliche Konflikte und verführerische Situationen besser bewusst werden Zielvereinbarung zum Rauchstopp treffen.
 
 
Dauer 1 Lektion
 
Methode Einzelarbeit, Partnerarbeit
 
Vorbereitung Fragebogenblatt, Antwortblatt fotokopieren Verschiedene Merkblätter (A,B,C,D,E oder F) bereit halten
 
Ablauf Einzelarbeit: Fragebogenblatt ausfüllen: Welche Aussagen stimmen für mich?
Die angekreuzten Punkte ins Kästchen übertragen
Tipps im entsprechenden Merkblatt lesen:
Welches sind meine Rauchmotive? Welche Tipps kann ich annehmen?
Partnerarbeit Tipps mit einer Person eigener Wahl besprechen
Gegenseitige Zielvereinbarung zum Rauchstopp treffen (schriftlich):
Einzelarbeit: Was für eine Unterstützung brauche ich, um meinem Ziel näher zu kommen?
 
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Vernetzung ”Tipps für angehende Nichtraucherinnen”
 
Niveau einfach
 
Bemerkungen Eine Manipulation des eigenen Gefühlshaushaltes (z. B. durch moralisierendes Verhalten) ist unbedingt zu vermeiden. In diesem Fall müsste davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, jemals wieder vom Rauchen loszukommen.
 
Beilagen - Fragebogen: Welche Aussagen stimmen für mich?
   (mit Auswertungsblatt und Merkblättern A - F)
- Artikel aus der Sonntagszeitung (siehe unten)

 

 

Die Lust der Schweizer am Laster

Rauchzeichen

Die Kosten, die das Rauchen verursacht (Behandlung, Erwerbsausfall etc.), betragen gemäss einer Studie der Universität Bern rund 1,2 Milliarden Franken.

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit werden zurzeit an der Universität Neuenburg neue Berechnungen angestellt, bei denen weitere Schadenfaktoren miteinbezogen werden sollen. Das Ergebnis dürfte daher weit höher ausfallen.

Im letzten Jahr rauchten in der Schweiz 1,7 Millionen Personen zwischen 15 und 75 Jahren. Das entspricht 35 Prozent. Durchschnittlich konsumierte jeder Rauchende 20 Zigaretten pro Tag.

Ein Anteil von 14 Prozent aller Todesfälle ist durchs Rauchen bedingt: 1994 starben allein in der Schweiz 8700 Personen an den Folgen des Tabakkonsums.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Zahl der Tabaktoten weltweit auf gegenwärtig neun Millionen Menschen, für das Jahr 2020 auf zehn Millionen.

Felix Gutzwiller, Zürcher Präventivmediziner, schätzt, dass jedes Jahr 250 Schweizer wegen Passivrauchens den Krebstod sterben. Nochmals so viele Nichtraucher erliegen durchs "Mitrauchen" Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Arbeitgeber ist die Schweizer Zigaretten-Industrie für etwa 4400 Personen. Hinzu kommen rund 1200 Stellen im Tabakanbau.

Circa 35 000 Verkaufsstellen, inklusive Automaten, setzen in der Schweiz Tabakwaren ab. Damit zählen Zigaretten zu den am leichtesten erhältlichen Konsumgütern.

Total 1,7 Millionen Rauchende in der Schweiz gaben 1995 rund drei Milliarden Franken für Rauchwaren aus. Das ergibt pro Kopf rund 1700 Franken. Allein für Zigaretten wurden im vergangenen Jahr über 2,5 Milliarden Franken locker gemacht. 1,4 Milliarden oder 55 Prozent gingen als Steuer an den Staat, 18 Prozent der Einnahmen flossen in den Handel, 27 Prozent in die Tabak-Industrie.

Steuern auf dem Tabak helfen der AHV und IV. Sie machen vier bis fünf Prozent der Gesamteinnahmen von jährlich rund 32 Milliarden Franken aus.

Riesiger Konsum: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 2886 Zigaretten liegt die Schweiz in Europa mit an der Spitze.

Absatz in der Schweiz rückläufig: 1992 wurden 16,9 Milliarden Zigaretten verkauft, 1996 noch 15,2 Milliarden.

Und Exporte steigend: Die Zigaretten-Ausfuhr aus der Schweiz nahm im selben Zeitraum um 50 Prozent auf rund 27 Milliarden zu.

Chronische Raucher haben meist vor dem 20. Lebensjahr angefangen. Sie konsumieren 95 Prozent aller Tabakprodukte.

Heute Sonntag werden 700 000 Personen in der Schweiz wie jeden Tag mehr als 20 Zigaretten rauchen.

Zigarettenwerbung wird in der Schweiz jährlich für rund 60 Millionen Franken betrieben.

Weitere 25 Millionen Franken stecken die Zigaretten-Hersteller ins Sponsoring.

Ueber 2,5 Millionen Franken gibt das Bundesamt für Gesundheit jährlich für die Gegenkampagne aus - nämlich für die Tabakprävention.

Marktführer in der Schweiz ist der US-Zigaretten-Multi Philip Morris (Marlboro, Muratti, Merit etc.) mit einem Anteil von 45,6 Prozent, gefolgt von F. J. Burrus (Parisienne, Select) mit 21,8 Prozent und BAT (Barclay, Mary Long usw.) mit 19,4 Prozent Marktanteil.

Quelle:
Sonntagszeitung - Publikations-Datum: 29. 6.1997


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