Die Vorteile des Nichtrauchens

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Lange standen sie vielleicht nur auf dem Papier. Jetzt haben einer oder mehrere der Vorteile des Nichtrauchens persönliche Bedeutung erlangt. Das “Ich sollte eigentlich”, ist einem “Ich möchte” gewichen:

Wer aufhört, mittels Zigaretten die eigenen Gefühle zu manipulieren, wird vieles intensiver und unmittelbarer spüren. Eine Aussicht, die für viele Raucherinnen sicherlich verlockend und beängstigend zugleich ist.

Soll ich-soll ich nicht? Fällt es Ihnen schwer, sich für oder gegen das Rauchen zu entscheiden? Haben Sie Angst, es nicht zu schaffen? Wünschen Sie verständnisvolle und fachkundige Unterstützung? Ein Gespräch in einer Psychosozialen Beratungsstelle kann Ihnen hier helfen. Die ebenfalls in der Reihe Frau Sucht Gesundheit erschienene Broschüre “Ich will da raus! Die Bewältigung der Krankheit Sucht”, stellt das Angebot solcher Beratungsstellen ausführlich vor.

Die Nachteile des Rauchens

Umgekehrt können in dieser Phase auch die Nachteile des Rauchens persönliche Bedeutung gewinnen: Jahr für Jahr gelangen Teer und andere Schadstoffe in Lunge und Bronchien. Die Versuche des Körpers, sich von diesen Schadstoffen zu befreien, führen schliesslich zum “Raucherhusten”. Das im Zigarettenrauch enthaltene Kohlenmonoxid bindet einen Teil der Blutkörperchen, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren. Herz und Kreislauf müssen fortdauernd mehr leisten, um den chronischen Sauerstoffmangel auszugleichen; der Körper befindet sich in einer Art Dauerstress. Gewohnheitsraucherinnen haben für die verschiedenen Symptome in der Regel die unterschiedlichsten Erklärungen parat-vom natürlichen Alterungsprozess bis zur Entwicklung einer leichten Hausstauballergie, bis sie sich eines Tages die Wahrheit eingestehen: Sie sind mit den Folgen ihres jahrelangen Rauchens konfrontiert. Zum ersten Mal ist eine Frau möglicherweise bereit, ihre Bewegungsunlust oder ihre morgendliche Müdigkeit mit dem Rauchen in Verbindung zu bringen. Auch andere negative Aspekte des Rauchens können zunehmend wichtig werden. Vielleicht ist es das Gefühl, abhängig zu sein, das immer stärker stört. Oder eine Frau ärgert sich mehr und mehr darüber, dass sie zur Zigarette greift, anstatt ihren Mitmenschen einmal offen die Meinung zu sagen.

In der “Phase des Absprungs” kann eines zum anderen kommen, da man sich nicht länger gegen Einflüsse, Erkenntnisse und Informationen sperrt, die das eigene Rauchverhalten in Frage stellen. So verliert das Rauchen nach und nach seine Selbstverständlichkeit. Man nimmt sich selbst als Raucherin wahr und fragt sich, warum man in dieser oder jener Situation zur Zigarette greift-die “Gewohnheit” kommt abhanden.

Viele Entwöhnungsprogramme beginnen mit einer Phase der Selbstbeobachtung und bieten entsprechende Hilfsmittel an. Zum einen, weil in dieser Zeit der Zigarettenkonsum erfahrungsgemäss bereits deutlich zurückgeht, zum anderen bildet die Selbstbeobachtung die Grundlage für die Entwicklung von Handlungsalternativen.

Literatur:
Endlich frei! Frei vom Rauchen. Das Leben geniessen., 15 Schritte zur Raucherentwöhnung kostenlos erhältlich bei: Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V., Zentralstelle, Senefelderstrasse 15, 73760 Ostfildern
Ich will da raus! Die Bewältigung der Krankheit Sucht kostenlos erhältlich bei: Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren e.V. (DHS), Postfach 1369, 59003 Hamm Hilfsmittel für die Selbstbeobachtung sowie zahlreiche Tips und Hinweise für die unterschiedlichsten Situationen enthält die Broschüre
Ja, ich werde Nichtraucher. Starthilfen in ein nikotinfreies Leben kostenlos erhältlich bei: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), 51101 Köln