Rauchen und Gesundheit
Schweizerische Vereinigung gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten (SVTL)
Wer kann Rauchern beim Aufhören helfen?

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Weitaus die meisten, die zu rauchen aufhören, tun dies ohne fremde Hilfe, von einem Tag auf den andern. Der Schlüssel zum Erfolg ist bei ihnen der eigene Wille aufzuhören und im Hintergrund wohl oft auch eine gewisse Abscheu gegen eigene Rauchgewohnheit. Niemand kann einem Raucher diese Gefühle und die daraus entstehende Willensbildung abnehmen. Eine dauerhafte Raucherentwöhnung, bei der der Raucher einer anderen Person die Verantwortung für den Erfolg überträgt, gibt es nicht.
Trotzdem kann die Hilfe durch eine andere Person für den Aufhörwilligen von grossem Nutzen sein. Oft genügt eine nicht besonders dazu ausgebildete Person aus der Umgebung des Rauchers: jemand, dem er den Entschluss, aufzuhören, ebenso mitteilen kann wie die ersten Erfolge; jemand, der ihn lobt und ermutigt, und jemand, der sein Selbstvertrauen auch zu erhalten weiss, wenn ein vorübergehender Rückfall eingetreten ist. Raucher sind dazu natürlich nicht geeignet. Bei Familienangehörigen ist das Risiko einer Störung der Partnerschafts- und Familienbeziehungen in Betracht zu ziehen, und so sind Arbeitskollegen und nahe Freunde wohl am besten in der Lage die zwischenmenschliche Unterstützung des aufhörwilligen Rauchers zu übernehmen.

Es gibt jedoch auch Raucher, die es vorziehen, beim Aufhören von aussen her unterstützt zu werden. In erster Linie ist hier an den Hausarzt zu denken, sofern er Gelegenheit gehabt hat, die zur Verfügung stehenden Methoden kennenzulernen. Er muss in der Lage sein, die erforderliche Zeit aufzuwenden, und natürlich sollte er selbst nicht (oder nicht mehr) rauchen. Gewisse Ärzte ziehen es vor, es bei der Aufforderung, mit Rauchen aufzuhören, bewenden zu lassen und die Patienten einer spezialisierten Stelle zu überweisen. In mehreren Ländern und auch in verschiedenen Regionen der Schweiz haben sich solche Raucherberatungsstellen bereits bewährt. Sie stehen nicht nur den Patienten zur Verfügung, die von ihren Hausärzten überwiesen worden sind, sondern auch Interessenten, die sich aufgrund von Inseraten oder von Mund-zu-Mund-Propaganda an sie wenden. Häufig werden Kurse in kleinen Gruppen durchgeführt. Von besonderem Interesse sind jedoch die Raucherberatungsstellen, die nicht nur gelegentliche Kurse anbieten, sondern auch immer dann zur Einzelberatung zur Verfügung stehen, wenn sie vom aufgabewilligen Raucher benötigt werden. Die Beratung kann durch Sozialarbeiter, Gesundheitsschwestern oder Angehörige anderer Berufe erfolgen, wobei im Hintergrund in der Regel eine ärztliche Leitung und Unterstützung besteht, durch die zum Beispiel auch nikotinhaltige Hilfsmittel verschrieben werden können.

In mehreren Kantonen bestehen unter Beteiligung der kantonalen Ligen gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten bereits seit einiger Zeit regelmässige Raucherentwöhnnungsangebote, so in den Kantonen Zürich, Bern und Genf, während in anderen Kantonen im Rahmen des Fünftageplans der Liga Leben und Gesundheit gelegentliche Kurse organisiert werden. Die Schweizerische Vereinigung gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten (SVTL) unterstützt den Ausbau eines engmaschigen Netzes von Raucherberatungsstellen. Neben anderen Kursleitern und Kursleiterinnen werden auch die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen für Lungenkranke darin ausgebildet, Einzelberatungen durchzuführen und Gruppenkurse zu leiten (gestützt auf die Selbsthilfeprogramme “Nichtraucher in 20 Tagen” und “Nichtraucher bleiben - ein Leben lang”).


 

Oft können Arbeitskollegen oder enge Freunde zwischenmenschliche Unterstützung gewähren. Der Hausarzt kann den Raucher selbst unterstützen oder ihn einer spezialisierten Stelle überweisen. Bewährte Formen der Unterstützung des aufhörwilligen Rauchers sind Kurse in kleineren Gruppen und die Einzelberatung.